index        Der Mensch-Körper und Seele

8.1 Hinduismus

Im Hinduismus gilt der Tod nicht als endgültiges Ende, sondern als ein Übergang in eine neue Existenz (Reinkarnation bzw. Seelen-wanderung, genannt Samsara).

Die zentralen Vorstellungen und Abläufe nach dem Tode umfassen:

·        Die unsterbliche Seele (Atman): Mit dem Tod verlässt die unsterb-liche Seele den sterblichen Körper. Der Körper ist dabei nur eine Hülle, die abgelegt wird.]

·        Das Karma als Steuerungsmechanismus: Welches Dasein die Seele als Nächstes annimmt, wird durch das Karma bestimmt – die Sum-me aller guten und schlechten Taten, Gedanken und Absichten aus dem aktuellen und früheren Leben.

·        Die Wiedergeburt (Punarajati): Die Seele kann in einem neuen menschlichen Körper, als Tier, Pflanze oder in einer anderen Seins-form wiedergeboren werden. Eine menschliche Geburt gilt dabei als besonders kostbare Chance.

·        Das Höchstziel – Moksha (Erlösung): Der ewige Kreislauf von Tod und Wiedergeburt (Samsara) ist leidvoll. Das eigentliche Ziel eines Hindus ist es, Moksha zu erreichen. Das bedeutet die Erlösung und das Aufgehen bzw. Einswerden der Seele mit dem göttlichen Ur-grund (Brahman), wodurch der Reinkarnationskreislauf für immer endet.

·        Bestattungsriten: Um der Seele den Übergang zu erleichtern, wird der Verstorbene traditionell rituell gewaschen, gesalbt und in der Regel auf einem Scheiterhaufen (oft am heiligen Fluss Ganges in Varanasi) verbrannt (Kremation). Durch das rituelle Zerschlagen des Schädels soll die Seele endgültig aus dem Körper freigesetzt werden.

 

 

 

Quellen:

Ausführliche Hintergründe dazu finden sich beispielsweise bei Religionen Entdecken oder im Benu Bestattungsratgeber.

https://www.tod-und-glaube.de/hinduismus

https://www.lv1871.de/magazin/sterben-erben/leben-nach-dem-tod/

https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/t/tod-im-hinduismus

https://www1.wdr.de/dossiers/religion/hinduismus/varanasi100.html

https://www.br.de/themen/religion/tod-sterben-hinduismus-100.html