index Der Mensch-Körper und Seele
7.1.3 Die Seele im Christentum
Im
Christentum wird die Seele nicht als isolierter, unsterblicher Geisteskern
verstanden, der im Gegensatz zu einem „minderwerti-gen“ Körper steht (wie in der
griechischen Antike bei Platon). Statt-dessen prägen folgende Kerngedanken das
christliche Ver-ständ-nis:
·
Leib-Seele-Einheit:
Der Mensch ist nach biblischem Verständnis ein unteilbares Ganzes aus Körper und
Atem/Seele (Neffesch im Alten Testament), keine reine Zweckgemeinschaft
von Geist und Materie.
·
Einfluss der griechischen Philosophie:
Durch die Kirchenväter und Theologen wie Augustin floss im Laufe der
Kirchengeschichte platonisches Gedankengut ein, wodurch sich die Vorstellung
einer trennbaren, unsterblichen Seele etablierte, die nach dem Tod zu Gott geht.
·
Auferstehung statt reiner Seelen-Unsterblichkeit:
Das zentrale christliche Hoffnungsbild ist nicht das ewige Weiterleben einer
reinen Seele ohne Körper, sondern die leibliche Auferstehung des
ganzen Menschen durch Gott (nach dem Vorbild Jesu Christi).
·
Gottbezogenheit:
Die Seele beschreibt im christlichen Sinn den unverfügbaren, von Gott
eingehauchten Lebenskern des Menschen, der fühlt, liebt, sich nach Gott sehnt
und bei ihm geborgen ist.
Quellen:
Vertiefende Einblicke dazu bieten unter anderem der Grundlagen-artikel von
die-bibel.de
sowie die theologische Einordnung bei
katholisch.de.
https://www.katholisch.de/glaube-und-spiritualitaet/impulse/die-seele-mehr-als-ein-abstrakter-begriff
Kolumne: Unterwegs zur Seele. Die Seele – Mehr als ein abstrakter Begriff,
vom 14.02.2019, 15:00 von Brigitte Haertel
https://www.deutschlandfunk.de/seele-in-der-philosophiegeschichte-die-seele-ist-ein-100.html
Seele in der Philosophiegeschichte „Die Seele ist ein göttliches Element des
Menschen“
https://www.die-bibel.de/ressourcen/basisbibel/glaube-und-religion/seele-2
Seele