index Der Mensch-Körper und Seele
5. Psyche
Der Begriff Psyche (aus altgriechisch
ψυχή
psýchē
„Hauch“, „Atem“, „Seele“) bezeichnet die Gesamtheit aller geistigen, emotionalen
und kognitiven Vorgänge sowie Persönlichkeitsmerkmale eines Menschen.
Kernaspekte der Psyche
Gefühle und Emotionen:
Wie wir Freude, Trauer, Angst oder Liebe empfinden und verarbeiten.
Denken und Kognition:
Unsere Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, das Gedächtnis, Urteilsvermögen und
Problemlösen.
Verhalten und Antrieb:
Wie sich unsere innere Welt auf unsere Handlungen, Motivationen und unseren
Alltag auswirkt.
Bewusstsein:
Das Wissen um das eigene „Ich“ und die eigene Identität.
Wichtige Unterscheidungen
Psyche vs. Seele:
Im wissenschaftlichen und medizinischen Sinne umfasst die Psyche rein mentale
und funktionale Prozesse des Ge-hirns (ohne religiöse oder transzendente
Anteile). Der umgangs-sprachliche Begriff „Seele“ schließt oft auch spirituelle
oder jen-seitige Vorstellungen mit ein.
Psyche vs. Physis:
Die Psyche (der Geist bzw. das Seelische) wird vom Körper (Physis oder
Soma) abgegrenzt, stehen aber in einer engen Wechselbeziehung zueinander
(siehe hierzu auch die Psy-chosomatik).
Psychische Gesundheit:
Damit ist gemeint, sich mit den eigenen Gedanken und Gefühlen wohlzufühlen,
Stress bewältigen zu kön-nen und den Alltag zu meistern. Nähere Informationen
dazu bietet das
Gesundheitsportal.
Eine psychische oder seelische Störung ist ein Muster von Gedanken,
Gefühlen oder Verhaltensweisen, das großen Leidens-druck verursacht oder die
Bewältigung des Alltags einschränkt. Betroffene können ihre Symptome oft nicht
allein durch Willenskraft oder Disziplin steuern.
Häufige Formen
·
Angststörungen:
Zum Beispiel generalisierte Angststörung, Panikstörungen oder soziale Ängste.
·
Affektive Störungen:
Dazu gehören unipolare Depressionen und bipolare Störungen mit starken
Stimmungsschwankungen.
·
Zwangsstörungen:
Wiederkehrende Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen (z. B. Wasch- oder
Kontrollzwänge).
·
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS):
Folgen nach schweren traumatischen Erlebnissen.
·
Essstörungen:
Zum Beispiel Magersucht oder Bulimie.
·
Psychotische Störungen:
Erkrankungen mit Realitätsverlust oder Wahnvorstellungen (z. B. Schizophrenie).
Sitz der Psyche
Die
Psyche sitzt nicht an einem einzigen, isolierten Ort im Körper, sondern ist das
Produkt unseres Gehirns und des gesamten Ner-vensystems, das eng mit dem übrigen
Körper zusammenarbeitet.
Biologische Grundlagen der Psyche sind:
·
Das
Gehirn:
Es ist die zentrale Schaltzentrale. Verschiedene Hirnareale steuern unser
Denken, Fühlen und Erinnern.
·
Das
limbische System:
Dieser Teil des Gehirns – zu dem unter anderem die Amygdala (Mandelkern)
und der Hippocampus ge-hören – ist der Hauptsitz für Gefühle wie Angst,
Wut, Freude und für emotionale Erinnerungen.
·
Das
Nervensystem und Hormone:
Das vegetative Nervensystem sowie Botenstoffe wie Adrenalin und Cortisol
verbinden die Psyche direkt mit Organen wie Herz, Magen und Darm. Deshalb
beeinflus-sen seelische Vorgänge den Körper (bekannt als
Psychosomatik)
und umgekehrt. Mehr dazu erfahren Sie in Beiträgen wie der
Quarks Doku zur Psychosomatik
oder über die Wissensdatenbank von Natürlich Thieme.
Quellen:
o
https://www.gesundheit.gv.at/leben/psyche-seele/gesundheit/tabu-psyche.html
o
was ist psyche?
https://flexikon.doccheck.com/de/Psyche
o
https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/psyche
o
https://youtu.be/-go2gQlwC9Q?is=8sziLYC5Xk0nficy
Descartes
o
https://youtu.be/6kf97gDh6yk?is=FLEsZe_34zAcml2u
Leib-Seele-Problem
o
https://youtu.be/CuesPepvQDk?is=4ssJmTdyeslNg9Y6
Zeitleiste AT
o
https://www.quarks.de/gesundheit/psychosomatik-psyche-beeinflusst-koerper/