Epiphanias, Fest der hl. Drei Könige
Doch nicht ganz Deutschland hat frei. Heilige Drei Könige
ist auch 2025 nicht überall ein Feiertag. Der 6. Januar ist nur in Bayern,
Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt ein gesetzlicher Feiertag und somit
arbeitsfrei.
Der Dreikönigstag bzw. das Fest
der heiligen drei Könige ist sowohl in Baden-Württemberg als auch in Bayern und
Sachsen-Anhalt ein gesetzlicher Feiertag. Nichtsdestotrotz stellt Epiphanias
(Erscheinung des Herrn), wie das Fest im christlichen Kontext genannt wird, auch
in den anderen Bundesländern einen kirchlichen Festtag dar. Interessant ist
dabei, dass der Dreikönigstag in manchen Traditionen als Neujahrstag zelebriert
wird. Ferner ist der 6. Januar nach dem bis ins Jahr 1582 geltenden Julianischen
Kalender zudem der erste
Weihnachtstag (und damit das Weihnachtsfest
der orthodoxen Kirchen).
Worauf basiert der Dreikönigstag am 6.
Januar?
Der 6. Januar war bereits in der griechisch-römischen
Zeit des Alten Ägyptens ein besonderer Feiertag und in früheren Jahren dem
Sonnengott Aion gewidmet. Als christliches Epiphanias wurde das Datum schon im
zweiten Jahrhundert begangen und verdrängte bald die heidnischen Riten. Die
Heiligen Drei Könige spielten erst in der Westkirche eine Rolle, als der 6.
Januar der Anbetung der Könige zugeordnet wurde.
Die historischen Drei Könige waren vermutlich keine
Könige, sondern möglicherweise Sterndeuter. Auch die Namen Caspar, Melchior und
Balthasar wurden erst im sechsten Jahrhundert zugeordnet, ebenso wie die
vermeintlichen Gaben zur Geburt Jesu, nämlich Weihrauch, Myrrhe und Gold.
Im hellenistischen Ägypten haben die Menschen die Geburt des Sonnengottes als Epiphanias gefeiert - und zwar in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar. Und weil Jesus sich selbst "als das Licht der Welt (Joh 8,12)" bezeichnet, hat das junge Christentum vermutlich diesen Termin in seinen Festkalender übernommen.
Welches Brauchtum existiert am Dreikönigstag
in Deutschland?
Der Dreikönigstag wird mit einer Fülle an
unterschiedlichem Brauchtum begangen. An erster Stelle sind die Sternsinger zu
nennen, die in katholischen Regionen von Haus zu Haus ziehen und dort den Segen
C+M+B (Christus Mansionem Benedicat bzw. Christus segnet dieses Haus) mitsamt
der jeweiligen Jahreszahl hinterlassen.
Eine weitere Tradition besteht im
Hochneujahr und damit einer Verlagerung des Neujahrstags auf
das Fest der Heiligen Drei Könige, die besonders im schwäbisch-alemannischen
Bereich stattfindet. In diesem Kulturkreis beginnt am Dreikönigstag auch
traditionell die Fastnacht.
Fakt ist, dass am 6. Januar die zwölf Raunächte und damit
eine magische Zeit endet.
Mancherorts trinkt man sich am Vorabend des
Dreikönigstags Stärke in Form von Bier an. Dieser Brauch ist insbesondere in
Oberfranken und den daran angrenzenden Regionen vital.
Zuletzt wird in manchen Kirchen am Dreikönigstag Wasser
und Salz geweiht, womit an die Taufe Jesu erinnert wird. Ein kulinarischer
Brauch ist auch der Königskuchen, in den eine Münze oder Bohne eingebacken wird
oder der im Süden Deutschland übliche Brauch, einen Löffel Sampermilli oder
Perchtmilch zu trinken.