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Teil 1 Die Geburt Jesu

 

In heiliger Nacht wurde Jesus in Bethlehem geboren. Ein freudiges Ereignis für uns Christen. Was sich ereignet haben mag, lesen wir in den Evangelien nach Matthäus und Lukas. Details bleiben unklar und sind nicht durch andere Quellen belegt. Es mag sich so abgespielt haben:

 

Da marschiert Josef, der Zimmermann, hochbetagt, er ist schon über 80 Jahre alt, mit der erst 15 Jahre alten schwangeren Maria, und einem Esel von Nazareth in das 145 km entfernte Bethlehem. Sie sind  auf steinigem, bergi-gem Gelände mindestens 1-2 Wochen unterwegs. Sie mussten ja auch Pausen einlegen.

Nazareth oder auch Nazaret ist die größte Stadt imNordbezirk des heutigen Israels (2022  78000 EW).  Es liegt in der historischen Landschaft Galiläa

Sie traten diese Reise nicht aus Vergnügen an, sondern aufgrund eines Gesetzes, das der römische Kaiser Augustus erlassen hatte.

Jeder musste sich in seinem Geburtsort registrieren lassen. Das war für die Schätzung der Steuereinnahmen und Aufstellung der Wehrfähigen wichtig. Josef war in Bethlehem geboren. Sie mussten sich also dort melden.

Die Reise fand wahrscheinlich im Frühherbst statt, keinesfalls im Winter, wie man sich das bei uns so vorstellt mit Schlittenfahrt im Schnee.

Die Festlegung des 25. Dezember als Weihnachtstag ist eine Tradition, die erst seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. bezeugt ist.  Der Feiertag des römischen Sonnengottes wurde entsprechend zum christlichen Weihnachtsfest umge--widmet.

In Bethlehem angekommen sind sie müde, hungrig, ausgelaugt. Besonders für Maria muss das eine Tortur gewesen sein. Sie finden keine Herberge, die es ihnen ermöglicht, sich zu waschen, zu essen und ein bequemes Bett zu beziehen. Alle Herbergen sind belegt, da wegen der Volkszählung viele Leute unterwegs sind. Ein Wirt bietet ihnen zumindest in einem Stall, in dem Schafe, Kühe und Esel untergebracht sind, ein Quartier an.

Mitten in der Nacht kommt es zur Entbindung. Maria gebärt ihren Sohn Jesus. Zum Glück war es eine Spontangeburt ohne Komplikationen. Sie betten das Kind in der Futterkrippe. Die Tiere spenden wohlige Wärme. Trotz aller misslichen Umstände geht es dem Kind gut. Die Eltern sind glücklich.

Noch erahnen sie nicht, dass ihr Sohn später Ursprung einer der größten religiösen Bewegungen sein wird, an dem sogar das große römische Reich scheitert. Sie erahnen auch nicht den späteren Leidensweg ihres Sohnes. Nur 33 Jahre später wird Jesus von den Römern hingerichtet. Er erleidet einen qualvollen Tod.

Sie sind in der "Heiligen Nacht" nur Vater und Mutter, die glücklich sind, weil es ihrem Kind gut geht.

Das waren die äußeren Abläufe. Die Geschichte des "Heilands", der nach christlichem Glauben den Menschen das "Heil" brachte, die Bergpredigt und die Auferstehung nach dem Tode verkündete, ist eine andere.

Nazareth oder auch Nazaret ist die größte Stadt imNordbezirk des heutigen Israels (2022  78000 EW).  Es liegt in der historischen Landschaft Galiläa.

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