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Teil 1 Die Geburt Jesu
In heiliger Nacht wurde Jesus in Bethlehem geboren. Ein freudiges Ereignis für
uns Christen. Was sich ereignet haben mag, lesen wir in den Evangelien nach
Matthäus und Lukas. Details bleiben unklar und sind nicht durch andere Quellen
belegt. Es mag sich so abgespielt haben:
Da marschiert Josef, der Zimmermann, hochbetagt, er ist schon über 80 Jahre alt,
mit der erst 15 Jahre alten schwangeren Maria, und einem Esel von Nazareth in
das 145 km entfernte Bethlehem. Sie sind auf steinigem, bergi-gem Gelände
mindestens 1-2 Wochen unterwegs. Sie mussten ja auch Pausen einlegen.
Sie traten diese Reise nicht aus Vergnügen an, sondern aufgrund eines Gesetzes,
das der römische Kaiser Augustus erlassen hatte.
Jeder musste sich in seinem Geburtsort registrieren lassen. Das war für die
Schätzung der Steuereinnahmen und Aufstellung der Wehrfähigen wichtig. Josef war
in Bethlehem geboren. Sie mussten sich also dort melden.
Die Reise fand wahrscheinlich im Frühherbst statt,
keinesfalls im Winter, wie man sich das bei uns so vorstellt mit Schlittenfahrt
im Schnee.
Die Festlegung des 25. Dezember als Weihnachtstag ist eine Tradition, die erst
seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. bezeugt ist. Der
Feiertag des römischen Sonnengottes wurde entsprechend zum christlichen
Weihnachtsfest umge--widmet.
In Bethlehem
angekommen sind sie müde, hungrig, ausgelaugt. Besonders für Maria muss das eine
Tortur gewesen sein. Sie finden keine Herberge, die es ihnen ermöglicht, sich zu
waschen, zu essen und ein bequemes Bett zu beziehen. Alle Herbergen sind belegt,
da wegen der Volkszählung viele Leute unterwegs sind. Ein Wirt bietet ihnen
zumindest in einem Stall, in dem Schafe, Kühe und Esel untergebracht
sind, ein Quartier an.
Mitten in der Nacht kommt es zur Entbindung. Maria gebärt ihren Sohn
Jesus. Zum Glück war es eine Spontangeburt ohne Komplikationen. Sie betten das
Kind in der Futterkrippe. Die Tiere spenden wohlige Wärme. Trotz aller
misslichen Umstände geht es dem Kind gut. Die Eltern sind glücklich.
Noch erahnen sie nicht, dass ihr Sohn später Ursprung einer der größten
religiösen Bewegungen sein wird, an dem sogar das große römische Reich
scheitert. Sie erahnen auch nicht den späteren Leidensweg ihres Sohnes. Nur 33
Jahre später wird Jesus von den Römern hingerichtet. Er erleidet einen
qualvollen Tod.
Sie sind in der "Heiligen Nacht" nur Vater und Mutter, die glücklich sind, weil
es ihrem Kind gut geht.
Das waren die äußeren Abläufe. Die Geschichte des "Heilands", der nach
christlichem Glauben den Menschen das "Heil" brachte, die Bergpredigt und die
Auferstehung nach dem Tode verkündete, ist eine andere.
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