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Gesellschaftliche und religiöse Gruppierungen

  1. Sadduzäer

Der Name Sadduzäer stammt von Zadok, einem Priester aus den Tagen des Königs Salomon ab.
Für sie gilt nur das schriftlich niedergelegte Gesetz, die fünf Gesetzesbücher. Die Tora. Die anderen Schriften der Bibel anerkennen sie nicht. Sie lehnen den Glauben an die Auferstehung der Toten und an die Existenz der Engel ab. Sie halten es gerne mit den Römern, die ihnen viele Privilegien gewähren. Das einfache Volk verachten sie. Sie bekleiden die führenden Positionen in Israel, eine Kaste mit Vorzugsstellung. Dazu gehören fast alle reichen Familien und der hohe Klerus. Die Sadduzäer waren die mächtigste jüdische religiöse Gruppe zur Zeit von Jesus. Sie waren zahlenmäßig zwar klein, sie hatten aber einen großen politischen und religiösen Einfluss.

Für Jesus haben sie kein Verständnis. Sie betrachten ihn als revolutionären jungen Rabbi, der die Beziehungen mit Rom verschlechtern kann. Kajafas, der Jesus zum Tod verurteilte, war ein Sadduzäer.

 

Um Einfluss und Vormacht ringen mit den Sadduzäern die Pharisäer. Religiös sind sie nicht konservativ, sondern aufgeschlossen. Auf sie gehen viele für die damalige Zeit revolutionäre Ideen zurück: Unsterblichkeit der Seele, Auferstehung, das Jüngste Gericht. Davon wollten die Sadduzäer nichts wissen. Die Pharisäer predigen das mündliche Gesetz, die Tradition der Väter. Sie wirken vorallem in den Synagogen. Sie sind Nationalisten. Sie verachten die Römer.  

Sie sind ihrem Wesen nach Mönche. Sie in Bruderschaftenam Ufer des Toten Meeres. Sie teilen Besitztümer unter sich, und führen ein sittenstrenges, eheloses Leben. Sie bilden eine kleine Gemeinschaft von Mystikern. Sie nehmen nicht an den Feierlichkeiten ind Jerusalem teil. Sie erwarten apokalyptische Umwälzungen. Sie erwarten, dass Gott direkt ins Weltgeschehen eingreift. Sie erwarten die bevorstehende Ankunft Gottes.

Auch die Zeloten pflegen einen religiösen Extremismus. Sie ziehen sich nicht wie die Essener zurück, sondern mischen sich unters Volk. Ihre Anhänger sind die Armen. Sie wandern umher und predigen Widerstand gegen alles, was nicht jüdisch ist. Sie bilden Widerstandsgruppen in der Wüste Judäa im ständigen Kampf gegen die römische Besatzung. Von den Sadduzäern und den Pharisäern werden sie gehasst. Das Volk fühlt sich vom Patriotismus der Zeloten aber angezogen. In den Jahren 66-70 kommt es zum Volksaufstand und Ende Jerusalems.

 

Auch die Zeloten pflegen eiS