zur Startseite       eigene Gedichte  update 01.03.2021   

  Potpourri (https://youtu.be/JjJuqlNh_fk ) 

    Neuerscheinung im Buchhandel:   
    Gedichtband (60 Seiten)  
    "
Zabranskys Lyrik zu den Gezeiten des Lebens"
 
   ISBN 978-3-95557-018-7 by Libretto 2020 Siegfried Zabransky

     CD (je 60 Text-Lesungen und Musikstücke; Dauer2h) auf Anfrage: sigihom@live.

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

01-1- Meine Lieder
01-2- Prolog  

02-1- Ich bin allein
02-2- Meine große Illusion
02-3- Die Rose des Prinzen
02-4- Lächeln verzaubert
02-5- Ihr Lächeln
02-6- Dein lächeln
02-7- Du hast das Herze mein
02-8-Ein Wunder geschah
'
02-9-Ich hab geweint
02-10- Ich brauch kein Wein
02-11- Die Liebenden
02-12- Was bin ich ohne dich
02-13- Ist es Liebe?

03-1- Der Frühling ist da
03-2- Wenn der Frühling kommt
03-3-
Der Flieder blüht
03
4- Der Maler Herbst
03-
5- Wenn im Herbst

04-01- Frühmorgens
0
4-02- ZauberBlumenFarbenPracht
0
4-03- Die letzten Rosen
0
4-04- Der Regenbogen
0
4-05- Ein grünes Band
04-06- Zwei Frösche

5-01- Leben
5-02- Ich lebe noch
5-03- Als ich ein Bub war
5-04- Ich wollt, ich wär ein Künstler
5-05- Manchmal wär ich gern
5-06- Du musst nicht verzagen
5-07- Wiegenlied
5-08- Ein Engelchen
5-09- Wo bist du?
5-10- Versprechen 
5-11- Ein neuer Tag beginnt
5-12- Abends
5-13- Noch einmal
5-14- Der alte Mann

 

Trinklieder

6-01-In vino veritas
 6-02- Wein, Wein, Gesang
 6-03- Lasst uns singen

 

 7-01- Die Würde des Menschen
 7-02- Das Leben ist so wie es ist
 7-03- Die Zeit
 7-04- Was bleibt
 7-05- Bedingungslos
 7-06- Ich bin die Seele
 7-07- Das Leben ist kurz
 7-08- Blume, Baum, Vogel, Fisch
 7-09-Morgengebet
 7-10-Die Lust am Leben

8-01- Nicht im Frühling

 8-02- Unterwegs

 8-03- Dann komme ich nach Haus

 8-04- Adieu

8-05- Im Kreislauf des Lebens

 

 9-01-Mit achtzig
9-02-Einladung

     1. Prolog
 

     1-01
   Meine Lieder

Meine Lieder sing ich für mich und meine Freunde.
Ich singe von Liebe, Gefühlen, Träumen,
Gedanken, Wünschen,
von allem was mich bewegt
und Musik in sich trägt.

Ich beschreibe, was meinem Auge gefällt.
Oft stehen die Worte am Anfang,
Melodie, Klang und Rhythmus tragend.
Und da sind Melodien ohne Worte.
Sie erwecken Gefühle nach eigenem Empfinden.

Musik führt über das Wort hinaus,
lässt jedem eigene Deutung.
Rhythmus und Arrangement vermitteln Farbe, Ausdruck und Harmonie.
Worte, Reden, Musik im Lied oder
im großen Vortrag einer Symphonie
sind nahe Verwandte.
Wie Wort an Wort zur Rede
sich aneinander reiht,
so formt der Ton an Ton 
den Klang zum Lied, zur Symphonie.

Die Harmonie der Töne
im rhythmischen Vortrag
wird zum Klang- und Musikerlebnis.
In Bewegung, im fließenden Strom der Klänge,
nicht statisch wie bildhafte Kunst,
erlebst Du Musik.

In Deinem Inneren,
je nach Empfinden, entstehen Filme,
bewegende Bilder, ganze Geschichten.
Du verlierst Körperschwere.
Durchschwebst den Raum.
Zeitlos. Ohne Ende.
Wirst zu Tränen gerührt,
kannst weinen, auch lachen.

 Wenn manches meiner Lieder
 das mit Dir macht,
 hab ich es gut gemacht.

     1-02

Prolog,
Ich fang sie ein,
die Melodeien

Ich fang sie ein,
die Gedanken und Melodeien
die mir daher, so aus dem Nichts
in den Sinn kommen.

Ich sing meine Lieder
nur so für mich.

Die großen Poeten
und Komponisten
schwimmen im Meer
der Poesie und Musik.

Ich tauch nur die Spitzen
meiner Zehen
in kleine Pfützen.

Bin aber kein armer Poet,
sondern fühl mich
ganz reich und beschert,
denn in mir klingt es
wie echte Musik,
und nicht nur
wie Skizzen.

 
     2. Liebe
 

   2-01

Ich bin allein

Ich bin allein.
und suche
Dich zu finden.

Ich seh´ Dich
vor mir sitzen,
leise lächelnd,
still, ergeben.

Ich hör´Dich sagen,
ohne dass ein Wort
von Deinen Lippen kommt,
ich liebe dich.


   2-02

Meine große Illusion  

Meine große Illusion,
mein Traum vom Glück bist Du.
Träumen, wachen, küssen, lieben,
glücklich miteinander sein.
Mein Traum vom Glück
ich liebe Dich.
Leben will ich, lieben,
dich berühren, spüren,
dem Rausch der Sinne
mich ergeben,
ich liebe Dich.


   2-03

Die Rose des Prinzen

Da du des Prinzen Rose bist,
die er so liebt,
da du des Prinzen Blume bist,
um die er sich so müht,
vergiss ihn nicht, verlass ihn nicht,
wenn er zum Rosenstock geworden ist.

Denn, Tod Alleinsein nur bedeutet,
das Leben aber Liebe in sich birgt.

Liebe, kleine Rose,
den Prinzen, der dich liebt.
Lieb ihn als Prinz, so wie er ist,
doch auch im Rosenstock,
dem du doch selbst entspringst


   2-04

Lächeln verzaubert

Lächeln verzaubert,
versteht und verzeiht.
Nimmt Trauer,
zeigt Hoffnung und
nimmt das Leid.
Bezauberndes Lächeln
aus dem Innersten spricht.
Verstehst du mich?
Alles wird leichter
durch den Zauber des Lächelns.
Fürchte dich nicht.
Alles, was mich traurig macht,
ein Lächeln lässt vergeh´n.
Alles, was mich glücklich macht,
ein Lächeln lässt besteh´n


   2-05

Ihr Lächeln

 
Sie hat mich lächelnd angesehen.
Ihr Blick hat mich verzaubert.
Ihm konnte ich nicht widerstehen.
Ihr Lächeln war ihr Zauber.
Ich werde sie nie wiedersehen.
Ihr Lächeln aber bleibt.
Es hat sich eingeprägt.
Ihr Lächeln wird mein Zauber.


   2-06

Dein Lächeln hab´ ich so vermisst

Dein Lächeln hab´ ich so vermisst,
dein fröhliches Gesicht.
Dich hab´ ich vermisst.
Dein Lächeln habe ich vermisst,
deine Nähe, deine Wärme,
deine Augen, dein Gesicht.
Dich hab´ ich vermisst.
Deine Lippen, deine Küsse,
deine Stimme, deine Lieder,
deine Nähe, deine Wärme,
das alles habe ich vermisst.
Jetzt bist du hier.
Ich hab´dich wieder.
Ich halt´dich fest.
Lass dich nicht los.
Träumen?
Wachen?
Wirklichkeit?


   2-07

Du hast das Herze mein
ganz eingenommen dei
n

 Du hast das Herze mein,
ganz eingenommen dein.
Ich bin verliebt in dich,
so verliebt in dich.

Du hast verzaubert mich,
ganz eingenommen mich.
Ich bin dein, du bist mein.
Eins wollen beide wir sein.
Bleib bei mir,
ich bleib bei dir.
Eins wollen beide wir sein


   2-08

Ein Wunder geschah

Ein Wunder geschah

als ich dich sah.
War so verzaubert, beglückt.
War dir ganz nah.
Ein Wunder geschah.


2-09

Ich hab geweint

Ich hab geweint aus Leid
als du Abschied nahmst.
Ich hab geweint aus Freud
als du wieder kamst.
Jetzt kann ich lachen,
fröhlich sein.
Muss keine Tränen
mehr vergießen.
Du bist da.


   2-10

Ich brauch kein Wein

Ich brauch kein Wein,
ich brauch kein Schnaps.
Ich brauch nur dich allein
zum Glücklich sein.


   2-11

Die Liebenden

Sie stehen sich gegenüber,
lassen vom Anderen nicht los,
verschmelzen, sind eins,
sind nicht mehr unterschieden.
Das liebende Paar.


   2-12

Was bin ich ohne Dich?

Vogelgleich
schweb´ich ins Tal.
Steige hoch
bis in der Berge Gipfel.
Frei von Körperschwere,
nur Gefühl.
Befreit von Allem
was bedrückt
und fern mich hält
vom Glücksgefühl
vereint zu sein mit dir.

Schneebedeckte Hügel,
eisbeladene Gebirge,
tiefverschneite Pfade.
Kalte Schönheit
ohne Sonne,
deren Strahlen erst beleben und
empfinden lassen
die Natur als Glücksgefühl.
Ich fang sie ein
in meiner Seele
Stunden voller Glück.
Wenn deine Wärme
mich umgibt,
dann kommen sie zurück
die Stunden
trauten Glücks.
Der Sonne Strahlen gleich
erweckt sie mich
zum Leben.
Was bin ich ohne dich
.


   2-13

Ist es Liebe?

Ob ich dich liebe?
Ich weiß es nicht.
Was ist denn Liebe?
Ich weiß es nicht.
Doch was ich fühle,
was mich erfüllt,
im Innersten,
das ist der Wunsch,
ganz nah dir sein
und spüren
Wärme, Leidenschaft
und Lust,
zu reden und zu schweigen,
spüren, tasten, fühlen,
verschmelzen mit dem Du.
Eins zu sein mit Dir.

 Ob´s ewig dauert,
Tage, Wochen, Jahre?
Nur, die Ewigkeit
ist nicht von dieser Welt.
Vergänglich und
dem Jetzt behaftet
das ist der Mensch und
alles hier auf Erden.

Die Liebe,
göttlich muss sie sein,
denn zeitlos ohne Ende
empfindest Du das Glück,
entrückt von allem was Dich drückt.
Ja,
es muss doch Liebe sein,
was ich empfinde.
Ich schwebe, fliege engelgleich.
Das Göttliche vor Augen.
Raum und Zeit
verlieren an Bedeutung.
Ja, vielleicht ist es Liebe,
was ich empfinde.
Vielleicht sind es aber
doch nur Triebe.
 
    

     3. Jahreszeiten
 

   3-01

Der Frühling ist da

Nach des Winters
kalten Tagen
die Natur erwacht.
Der Frühling ist da
mit all seiner Pracht.
Der Frühling ist da.
Blühende Blumen,
singende Vögel,
wärmende Sonne
mit hellem Licht.
Der Frühling ist da


   3-02

 
 Wenn der Frühling kommt

Wenn der Frühling kommt,
die Natur erwacht,
alle Blumen blühen,
alle Vöglein singen,
dann pocht mein Herz
voll Leidenschaft.
Dann möcht´ ich
mich verlieben, verlieben,
ich mich verlieben
in dich.

3-03

Der Flieder blüht, der Mai ist da

Der Flieder blüht, der Mai ist da.
Ich höre die Vögelein singen.
Das Herz geht auf.
Der Trübsinn weicht.
Der Frohsinn und Freude
das Leben jetzt bestimmen.

   3-04

Der Maler Herbst

Der Himmel blau,
die Bäume bunt,
der Maler Herbst
macht seine Rund.
Das mag mir sehr gefallen.
Die Blätter fallen.
Bald schläft der Wald.
Das Vögelein
dann nicht mehr singt.

Das mag mir nicht gefallen
 

3-05

Wenn im Herbst
die bunten Blätter fallen

Wenn im Herbst
die bunten Blätter fallen,
alles sich zur Ruhe legt,
meine Liebe nicht vergeht.
Wenn im Herbst die Blätter fallen,
denk an mich. Ich liebe dich.
Denk an mich,
ich lasse dich nicht fallen.
Denk an mich, ich liebe dich.


     4. Natur

   4-01

Früh morgens

Früh morgens, wenn der Tau
perlend noch auf den Blättern liegt und
das Morgenlicht einfängt, geh ich in meinen Garten.

Die Tulpen halten
ihre farbenprächtigen
Blüten noch geschlossen.
Im Laufe´der folgenden Stunden
mit zunehmender Wärme unter der mittäglichen Sonne
öffnen sie sich, und zeigen ihr wundersames Innere.

Jetzt laden sie auch Gäste ein.
Bienchen, Hummeln und andere  fleißige Sammler.

Abends, wenn die Sonnenstrahlen
schwächer werden,
und die Gäste
die schmackhaften Pollen
nach Hause getragen,
verschließen sie sich wieder.

Das ist der Lauf,
in dem die Blumen und ihre Gäste
miteinander erblühen und gedeihen,
und uns dabei erfreuen.

Wir sind eingebunden
in diesen Kreislauf
des Lebens.


   4-02

ZauberBlumenFarbenPracht

ZauberBlumenFarbenPracht
kunstvoll geformter Blüten
erfreut mein Auge,
zeigt wundersam Natur.
Rote Rhododendren, gelbe/rote Azaleen,
weißblühender Oleander, blauer Flieder,
und viele andere dieser herrlichen Gebilde,
selbst der stachelige,
nicht schön anzusehende Kaktus,
öffnen ihre Blüten
wetteifernd um die Gunst
der Bienen, Hummeln
und anderer Bestäuber.
Sie landen auf den großen,
schützenden Blütenblättern,
wandern bis auf den Grund
ins Innere der Blüte,
vorbei an zierlichen
Staubfäden zum Staubbeutel,
wo sie den begehrten Pollen finden.
Vollgepackt mit Blütenstaub
fliegen sie zur nächsten Blüte,
bestäuben sie und tragen so bei
zum Kreislauf des Lebens.
Ein Nehmen und Geben.
Wunderbare Natur zeigt sich
dem staunenden Betrachter,
der bewundernd innehält und
dies Wunder der Natur erkennt.


   4-03

Die letzten Rosen

Als Gruß
aus meinem Garten
bring ich dir
die letzten Rosen.
Sie soll´n erfreuen dich,
eh´sie verblüh´n.
Sie soll´n erfreuen dich
und denken lassen,
wenn Herbst und Winter
sind vergangen,
einer neuer Frühling,
und ein neuer Sommer
werden kommen,
und Rosen
werden neu erblüh´n

   4-04

Der Regenbogen 

Ein kleiner Regentropfen,
unscheinbar und
doch so mächtig.
Trifft ihn der Sonne Strahl
an rechter Stelle,
erscheint am Firmament
ein wunderbarer Regenbogen,
siebenfarbig,
ohne Anfang, ohne Ende.
Was unsichtbar vorher
ist nun vor aller Augen
klar zu sehen.
Ein farbig Band
das von der Erde
zum Himmel
im hohen Bogen steigt
und wieder herab
ins Unendliche am Boden fällt.


   4-05

Ein grünes Band

Ein grünes Band
umziert die wohlgeformte
leicht braun getönte Vase.
Rosen, Tulpen, Flieder,
Blumen  aller Art
trägt stolz sie,
lässt  sie
gepaart mit Wasser
viele Tage überleben.
Die Vase
gibt Blumen das Leben.
Die Blumen
lassen der Vase
Schönheit erstrahlen.
Zusammen erfreu´n sie
das Auge und
zeigen das Leben.


   4-06 

Zwei Störche

Zwei Störche
flogen über mich hinweg
als ich morgens

in den Auen um den Weiher
wandern ging.

Ein Frosch hing zappelnd, quakend,
in des einen Schnabel.

In des anderen,
-ich glaubt es kaum-
sah ich ein
fröhlich lachend Kindlein
wie in einer Schaukel
schwankend sitzen.

Sie flogen gar nicht hoch.
Ich konnte im Detail sie sehen.

Was war geschehen?
Das konnte doch nicht sein.
Das konnte es nicht geben.
Das Auge hat mich wohl getäuscht.

Der zappelnde Frosch
im Schnabel des Storches,
das ist banal und gewöhnlich.
sicherlich auch real.

Der Kindlein bringende Storch
eine Fabel bisher für mich war.
Jetzt hab ich ihn selbst gesehen.
Es ist keine Fabel, keine Mär.
Es ist wahr.

Und doch, wenn ich nachdenk,
war da kein Kindlein

im Schnabel des Storches.
Es sah nur so aus.

Wer weiß was er trug
im Schnabel der Storch.

Schöner, jedoch, bleibt
in Erinnerung
das Kindlein
im Schnabel des Storches.

Und die Moral von der Geschichte:

Dein Auge täuscht dir gerne vor,
was zu sehen dir gefällt.
was gar nicht wirklich da.
Du siehst, was du gern sehen willst.

Und schöner ist ́s zuweilen,
das  der Wirklichkeit Ferne
für das Reale zu halten.


     5. Leben

   5-01

Leben

Leben,
so lang ein Ton ertönt.

Leben,
so lang Musik erklingt.

Leben,
so lang die Sonne scheint.

Leben,
so lang ich
deine Wärme spüre


   5-02

Ich lebe noch

Ich lebe noch.
Atme.
Spüre.
Lache.
Weine.
Liebe.
Ich lebe noch


   5-03

Als ich ein Bub war

Als ich ein Bub war
träumte ich,
mal groß und
stark zu sein.
viel zu bewegen.

Als Mann
war ich nicht groß,
doch stark.

Jetzt bin ich alt,
nicht groß,
nicht stark,
doch viel bewegend.


   5-04

  Ich wollt, ich wär´ ein Künstler

Ich wollt,
ich wär´ ein Künstler
und könnt bezaubern dich
mit meinen Liedern, 
mit meinen Versen,
bezaubern dich.

Ich wollt,
ich wär´ein Künstler,
und könnt bezaubern dich
mit einem Bild.

Ich wollt,
ich wär´ein Sänger,
und könnte singen
dir ein Lied von Liebe.

So bleib ich stumm,
kann doch nicht singen.
ich schreib mein Lied
für dich.


   5-05

  Manchmal wär´ich gern

Manchmal
wär´ich gern
ein Vögelein
und flög zu dir.

Manchmal,
wär ich gern ein Bienchen  
und würde gern
an bunten Blüten naschen.

Manchmal
wär ich gern die Nachtigall
und trällerte meine Lieder.

Manchmal
wär ich auch gern
ein stummer Fisch oder
ein geselliger Delfin.

Manchmal
würd ich gern als Fohlen
über grüne Wiesen galoppieren
und sorglos mich des Tages freuen.

Manchmal
würd ich gern
auf Berges Höhen wandern und
ins weite Tal hinabsehen.

Manchmal
möchte ich nur ich sein.

Manchmal bin ich traurig,
bin ich doch allein
.

  
5-06

  Du musst nicht verzagen

 An des Winters
kalten Tagen,
grau und wenig Licht,
kannst du leicht verzagen,
doch du musst es nicht.

Der Frühling wird kommen,
die Sonne wird scheinen
und dich erwärmen.

Der Frühling wird kommen,
das Vögelein singen
sein Lied.

Der Frühling wird kommen,
die Blümelein
werden erblüh´n.

Du musst nicht verzagen.
Die Hoffnung bleibt immer bestehen.

Du musst nicht verzagen.
Nach grauen Tagen
wird´s besser bald geh´n.

Du musst nicht verzagen.

Alles wird bald gut


   5-07

  Wiegenlied

Mein Mädelchen,
mein liebes Kind,
mach deine Äuglein zu.

Mein Mädelchen,
mein liebes Kind,

nun schlafe, träume.
Ich bin bei dir.

Schlaf ruhig ein
  
   5-08

  Ein Engelchen

Ein Engelchen
begleite dich
auf allen deinen Wegen.
Ein Engelchen
beschütze dich
bei allem was du tust.
Ein Engelchen
will ich dir sein,
begleiten und beschützen.
Und wenn die Zeit gekommen ist,
sollst du mein Engel sein.
Begleiten mich,
beschützen mich.
Mein Engel sollst du sein.
Ein Engelchen
wird bei uns sein
Und uns beschützen


   5-09

   Wo bist du?

Du hast mit mir geredet,
hast oft mich auch besucht,
hast mit mir geredet
und mir auch zugehört.

Wo bist du?
Wo bist du?
Wo ist die Zeit mit dir?

Hab lange nichts gehört.
Hast lange nicht geredet
und mir nicht zugehört.

Wo bist du?
Hast lang
mich nicht besucht,
nicht geredet und
nicht zugehört.

Das Heute zählt.
Was gestern war
Unwiederbringlich
ist vorbei.
Nutze die Zeit
eh´es zu spät ist.
Nutze die Zeit,
eh sie vorbei.
Sonst bist auch du allein,
wenn du nicht redest.
Wenn du nicht zuhörst


   5-10

  Versprechen

Leg deine Hand in meine Hand,
geborgen sollst du sein.

Sterne vom Himmel
kann ich nicht holen,
will aber hier auf Erden
dich begleiten und da sein,
wenn du mich brauchst.

Besonnenheit und Geduld,
Zuversicht und Glaube
ans Wunderbare wünsch´ich dir.

Glück kommt dann von allein,
wenn du mit dir im Einklang bist


   5-11

  Ein neuer Tag beginnt

Ein neuer Tag beginnt.
Vom Schlaf erwacht
erfass ich kaum
des Lebens Wunderkraft.

Reglos lag ich da im Bette.
Jetzt, da ich erwacht,
und versuche, aufzustehen,
regen sich die Glieder wieder.
Ich verspüre Leben.
Langsam erst, dann immer muntrer.
Komm ich aber bald
an meine durch das Alter
wohl  gesetzte Grenzen.

Gut gelaunt, und sehr gespannt,
was der Tag wohl bringen mag,
mache ich die ersten Schritte.
Ich sage ja, zu diesem Tag.

5-12 Abends

Abends,
nach einem langen Tag,
lass ich vorüberziehen an mir,
was so geschah.
Morgens, im Garten,
sah ich die Blüten der Blumen
sich öffnen.
Sah ihre Gäste,
Bienen, Hummeln und andere
muntere Gesellen,
beim Sammeln von Pollen.
Ich saß in der Sonne
bei klarem, blauen Himmel,
kein Wölkchen
verdeckte die wärmenden Strahlen.
Später wurde es heiß,
über 30 Grad.
Im Strandkorb sitzend
unter aufgespanntem Schirm
jedoch war es erträglich.
Ein kühles Getränk
half unterstützend.
Nachmittags war es
die Lekture eines Buches,
es war Hegels Biographie,
die mich die Zeit
vergessen ließ und
zum tiefsinnigen Denken anstieß.
Abends verhalf ich den
Pflanzen des Gartens
zu einem kühlen Bad.
Und schrieb nieder das Lied,
das schon den ganzen Tag
Im Kopf mir herumging,

Es war ein schöner Tag.
Ich sage ja, zu diesem Tag.

Ich sag auch ja
zu dem Tag zuvor.
Es regnete.
Ich blieb im Zimmer.
Mir ging es nicht gut.
Der Kopf tat weh.
Kein Einfall, keine idee
zu einem neuen Lied.
Zur Lektüre eines Buch fehlten
Lust und Konzentration.
Es ist mir bewusst,
nicht immer
scheint die Sonne,
nicht immer
ist der Kopf frei.
Im Wechsel von
Angenehmen zu Unangenehmen erst
wird beides bewusster empfunden.
Ich sage daher ja
auch zu diesem Tag.
Nehmen wie´s kommt,
ist meine Devise.

5-13

   Noch einmal

  Noch einmal, möcht ich-    
       

über grünes Gras barfuß geh´n.
in den Bergen mit dir wandern.
Blumen pflücken in den Wiesen.
lachen wie ein Kind und fröhlich sein.
den warmen Sommerregen spüren.
am endlosen Strand spazieren gehen.
eins sein mit mir und der Welt

 

 5-14   (13.9.20)

Der alte Mann

Der alte Mann am Fenster steht.
Sein linsentrüber Blick
verliert sich in den Bäumen,
die den Hof vor seinem Haus umsäumen.

Der herbstlich kühle Wind
wirbelt zu einem Kreiselspiel
die bunten Blätter und fegt den Hof.

Niemand sitzt auf der Bank vor den Linden.
Keiner geht an den Ufern
des mit windgeschlagenen Wellen
fließenden Flusses spazieren.

Da ist kein Mensch zu sehen,
nur herbstliche Natur zu spüren.
Die Luft ist rauh und doch so mild.
Er atmet tief. Spürt Leben.
Doch Einsamkeit umschleicht
sein Herz und sein Gemüt.

Da sieht er einen Jungen
zur Bank fröhlich hüpfen.
Und von der anderen Seite
ein Mädchen langsam kommen.
Sie nehmen Platz, lachen
und reden lustig miteinander.

Plötzlich verdeckt eine Nebelwand
das junge Paar.

Der alte Mann wacht auf aus seinem Traum.
Er sah sich selbst, wie er vor vielen Jahren
sein Mädchen dort im Nebel verlor.

 

     6. Trinklieder

    6-01

   In vino veritas


In vino veritas, amicus verus
wer ist das ?
 Denk daran,
mein lieber Freund,
ein kühler Tropfen Wein
zur rechten Zeit,
ein guter Jahrgang
aus guter Lage,
allein das mag schon
herrlich sein.
 Doch mit einem Freund,
egal zur welcher Stunde,
trinkst Du den Wein
in freundschaftlicher Runde,
und fühlst Dich frei und unbeschwert.
Im Paradies wirst Du´s nicht schöner finden.
 Stoß an das Glas mit mir.
Wir wollen feiern.
Weihnachten ist´s.
Ein weiteres Jahr liegt hinter uns.
Nicht immer war´s nur leicht  und unbeschwert
und hat auch noch Profit beschert.
 Es waren da noch viele Stunden
trüben Sinns, und ohne süßen Wein.
Das soll auch nicht vergessen sein.
Rein und alt soll er sein,
der Wein.
da war auch Junges,

Jetzt schenk ihn ein den Wein,
der dir die Sinne schärft und nicht vernebelt,
wenn´s darum geht zu sehen
auf den Grund der Dinge und des Glases.

 In vino veritas, Amicus verus wer ist das ?
Wer Dir die Wahrheit sagt,
so bitter sie auch schmeckt.
Wer schweigt, wenn reden nicht gefragt.
Wer kommt, wenn andere gehen,
Wer geht, wenn´s an der Zeit
In vino veritas. Amicus verus wer ist das ?
Wer mit mir trinkt,
wer mit mir singt,
und kummervolle Tränen nimmt.
Amicus verus est. 
In vino veritas.
 
Dass nur bei Freud und leichten Sinns
die Tränen rollen Dir ins Glas,
ich wünsch Dir das.  

Ein frohes Weihnachtsfest
gesund und munter
all´Deine Lieben in der Runde
so sollst Du ´s feiern.
Sollst fröhlich sein.

Jetzt trink den Wein, stoß an.

Nicht laut, ganz leise.
Die Zeit der Stille ist.

Der Reim, so wie im Leben,
nicht immer passt, was macht´s

(Weihnachten 1999, mit Freunden) 


   6-02

Wein, Weib, Gesang

Wein, Weib,  Gesang,
wenn Lage, Jahrgang stimmen,
rücken den Himmel näher dir.
Im Rausch der Sinne
wird Schweres leicht,
das Weib erscheint
als Engel dir.

Der Wein
von Lage und dem Jahrgang
wird bestimmt--wie jeder weiß.

Beim Weib ist´s ähnlich,
doch nicht ganz so leicht.
Will näher das jetzt nicht ergründen.

 Das Weib bei Wein –
Ja, so ist´s fein.
Der Wein allein –
auch ohne Weib- lässt
den Gesang dich finden.

 Doch alle drei – zu guter Letzt
Wein ,Weib,Gesang zugleich,
das ist´s, was wir uns wünschen.

 Lasst uns mit Wein
dem Weib Gesang erfinden.

Es lebe hoch der Wein
aus guter Lag´
und gutem Jahr.
Es lebe hoch das Weib
in guter Lag´und gutem Jahr.

 Ich trink auf Euch
Ihr Freunde.
Stoßt an mit mir
auf unsere lieben holden Frauen,
die wir auch ohne W
ein
ganz gut ertragen.

  
   6-03

   Lasst uns singen

Lasst uns singen unsere Lieder,
lasst uns fröhlich sein,
lasst uns fröhlich singen.

 Hebt die Gläser und stoßt an.
Trinkt den Wein.
Wir wollen fröhlich sein.
Es lebe die Freundschaft,
es lebe der  Freund.
Lasst uns  Freunde sein.


   7. Philosophisches

    7-01

Philosophische Einsichten.
Erkenne Dich selbst und
suche den anderen.
Die Würde des Menschen

Keiner ist ohne Bedeutung,
keiner ist wertlos.
Erkenne dich
und die anderen.
Folge beharrlich dem Weg
zu dir selbst.
Forme dich
zu deinem Bilde.
Bescheidene Selbsteinschätzung
ist wichtig.
Bedeutung und Wert
eines Menschen bestimmen
aber die anderen.
Deine Bedeutung ergibt sich
aus der Meinung der anderen,
aus deiner Fürsorge für Mitmenschen,
aus dem,
was du für andere
erdacht und getan.
Dabei kommt jedem,
auch dem Ärmsten und Schwächsten,
die Bedeutung zu,
gebraucht zu werden,
wenn auch
nur von einer Person.

So besitzt jeder Mensch 
Bedeutung und Wert.
Dies ist die Würde des Menschen.

   7-02

Das Leben ist,
so wie es is
t

Das Leben ist,
so wie es ist,
meist nicht zu ändern ist.
Meist nicht zu ändern ist.
Mal hoch. Mal tief.


Wehre dich nicht,
Lass gescheh´n,
was nicht zu ändern ist.

Doch wehre dich,
wenn du erkennst,
du kannst es ändern,
was dich bedrängt

 7-03

   Die Zeit

Die Zeit vergeht
und eh du dich umsiehst
ist es zu spät
für Versäumtes,
unwiederbringlich vorbei.

Nur Erinnerungen,
wenn es welche gibt,
verbleiben.

Wenn du reden willst,
dann rede jetzt.
Wenn du zuhören kannst,
dann tu es jetzt.
Willst du bei mir sein,
dann komm jetzt
und lass uns
ein Stück des Weges
gemeinsam gehen,
bevor ich alleine
meinem Ziel
weiter entgegenschreite.

Was wichtig heut,
verblasst und wird klein.
Was später dir groß
und bedeutend erscheint,
hast du versäumt,
unwiederbringlich.
Jetzt greif zu,
nimm und gib,
wenn du zu geben hast.
Du lebst nur im jetzt.
Unwirklich ist das gestrige geworden.
Das Morgen ist möglich,
muss aber nicht sein.


   7-04

   Was bleibt

Nackt kam ich,
nackt geh ich.
Nichts
hab ich.
Nichts
nehm ich mit.
Es bleiben, vielleicht,
Erinnerungen an das
was ich getan und gesagt,
was an Empfindung
bei anderen
haften geblieben.
Es bleiben die Lieder,
wenn sie
zum Klingen gebracht.
Denkst Du an mich,
lass tönen meine Musik.


   7-05

   Bedingungslos

 Das Leben
bietet sich dir an,
bedingungslos.
Der Rahmen
ist vorgegeben.
Wehre dich nicht,
nimm an.
Fülle ihn aus  
mit deinen
Gedanken, Fantasien, Ideen,
Taten und Werken.
Forme den Ton
zur Gestalt und Person,
die Du sein willst.
So wirst Du ganz Du
nach deinem eigenen Bild
im vorgegebenen Rahmen


   7-06

   Ich bin die Seele

Ich bin nicht
mein linkes Ohr,
auch nicht
mein rechter Zeh,
nicht
mein Auge, meine Nase,
nicht
der Bauch und
nicht die Hand.

Ich bin die Seele.

Eingeengt in dies Korsett.
Geh ich durch die Welt
mit kleinen Schritten.

Ich spanne
meine Flügel aus,
und fliege dann nach Haus,
wenn alles,
was mich jetzt hält,
zu Ende ist, verfällt.

Ich bin die Seele.

Ich werde nicht vergehen,
nicht untergehen.
Ich bleib ein Teil
vom Ganzen
für die Ewigkeit


   7-07

   Das Leben ist kurz

Länger werd ich tot sein
als ich lebe.
Das Leben ist kurz.
So will ich keine Zeit vertrödeln.
Das jetzt und Hier ist das Leben.
Nicht gestern, nicht morgen,
das heute will ich gestalten,
ergründen, erfragen, entdecken.
Alles um mich, Alles in mir.
Alles was Freude mir macht.
Alles was mich bedrückt.
Was besser ich tu, was lieber ich lass.

Die Seele in mir
lässt das zeitlich begrenzte
leichter ertragen.
Die Seele in mir,
das bin ich selbst.
Ich dirigier,
ich treibe voran


   7-08

Die Blume, der Baum,
der Vogel, der Fisch

 Die Blume, der Baum, der Vogel, der Fisch
haben mit mir Vieles gemein.
Wir leben, vergeh´n,
und kommen als Spezies wieder
in neuer Gestalt, mit neuer Lust am Leben.

Wie es der Blume, dem Baum, dem Vogel und Fisch ergeht,
wenn sie verblühen, und ihre Gestalt verlieren,
kann man verstehen.
Auch mein Körper  durchläuft
den gleichen Prozess des Lebens und des Vergehens.

Es geht alles auf in Eins.
Meine Seele jedoch  wird bleiben  für die Ewigkeit.
Vielleicht
treffe ich dann doch
die Blume, den Baum, den Vogel und den Fisch
und wir sind alle zusammen das Leben


   7-09

   Morgengebet

Gott,
ich danke dir
für diesen Tag.
Lass strebend mich
das Ziel erreichen,
der zu sein,
der deinem und
auch meinem Bild entspricht
Gott,
ich danke dir
für diesen Tag.


   7-10

   Die Lust am Leben

Damit du wieder
munter wirst,
das Herz Dir hüpft 
und fast zerspringt
aus Lust am Leben
und der Liebe,
schau Dir
den blauen Himmel an,
die Sonne ,
wenn sie strahlt am hellen Tag,
den Mond
in lauschig stiller Nacht.
Hör auf
das Lachen eines Freundes,
Musik mit leichtbeschwingten Melodien.
Hör auf den leisen Piepston
auch vom Spatz.
Dann hörst Du auch
Dein Inneres endlich sagen:
ja, das ist´s, was Sinn macht,
Freude und die Lust am Leben


     8. Der letzte Tag

   8-01

  Nicht im Frühling

Nicht im Frühling,
nicht im Sommer,
erst im Herbst,
der Zeit der Reife,
will ich geh´n
auf Reise
in die Ewigkeit.

Dann legt die Asche
in ein Grab
unter einem Baum
mit weitem Schirm
der Äste,
Blätter, die nicht welken
und nicht fallen
spät im Herbst,
die schützend
auch im Winter
den Ort der Stille nennen.

Eine Bank
stellt mir darüber,
wo meine Liebste
mag verweilen
und Freunde rasten
im Vorübergehen.

Tränen
sollen hier nicht fließen.
Lachen und ein Lied
möcht ich vernehmen.
Denkt an die guten Zeiten
und wisst,
dass wir uns wiedersehen


   8-02

   Unterwegs

Der letzte Tag
wird kommen.
Wer weiß,
wann das geschieht.

Bis dahin
will ich
über grünes Gras geh´n
und Blumen pflücken,
mich der Natur erfreu´n.
Wenn es Winter ist,
bei Schnee,
frische Luft einatmen.
Im Herbst
mich unter Bäume legen,
deren bunte Blätter
mich berieseln.
Ich will tief einatmen,
mich spüren und
Leben fühlen.
Und dann werd´ich gehen.
Vorausgehen nur.
Von Trauer keine Spur.
Ins and´re Leben
wandr´ich nur


   8-03

   Dann komme ich
  nach Haus

Herr, lass mich sagen,
was noch zu sagen.
Herr, lass mich tun,
was noch zu tun.
Dann will ich kommen
in deine Arme,
dann
komme ich nach Haus.

Herr, lass mich
danken meinen Freunden.
Herr, lass mich
singen meine Lieder.
Herr, lass mich
halten in meinen Armen
die Liebsten.

Dann will ich kommen
in deine Arme.
Dann komme ich
nach Haus
.


   8-04

Ein Gruß von Drüben, Adieu

Als ich noch hier auf Erden war,
hat keiner mich besucht
im letzten Jahr.
Auch in der Zeit vorher hat keiner mich gefragt,
wie es mir geht, wonach mein Sinn auch steht.
Jetzt ist es zu spät.
Ich geh nach Hause, ganz alleine.
Ich kenne den Weg, ich kenne das Ziel.
Meine Seele,
das bin ich, spannt jetzt weit ihre Flügel aus
und bringt mich heiter und beschwingt nach Haus.
Was ich zurück auf Erden lasse,
wird bald zur Erde wieder.
Die Ihr mich nicht besucht
als ich noch hier war,
müsst jetzt auch nicht
zu diesem Anlass
auf den Weg Euch machen und dabei sein wollen
an dem Grabe.
Bleibt zu Hause wie auch früher schon.
Lasst es euch gut gehen.
Ich grüße Euch.
Sigi, ein fröhlicher Mensch bin ich gewesen,
die Musik hat mir-noch auf Erden-
Blicke in den Himmel erlaubt.

Spielt meine Musik, hört sie Euch  an.
Ich werde dabei sein, und mit Euch reden.
Das Leben ist schön, nur leider zu kurz.

Nutze die Zeit, lese die Zeichen.
Lebt wohl, und denkt daran,
keinem ist ewiges Leben hier auf Erden beschieden.
Und nur wenig bedarf es
um zufrieden und glücklich zu sein.


Im Kreislauf des Lebens
3.11.2020

Der Erde wiedergegeben,
aufgenommen von den Wurzeln
für das Wachstum des Baumes,
der Menschen das Atmen ermöglicht,
bleib ich dem Kreislauf des Lebens erhalten.
Bin nicht verloren.

Du findest mich
im Wald bei den Bäumen,
bei den Blumen im Garten,
beim Atmen in den Bergen,
im wogenden Meer.

Du findest mich
beim Klang meiner Lieder,
und wirst mir begegnen
beim Tanz allen Seins
in Harmonie um Gott,
der das alles ermöglicht.
 

   

  9. Mit Achtzig

   9-01

Mit 80 kommst du dem Himmel immer näher

Mit 80 kommst du dem Himmel immer näher.
In Andechs, auf dem Heiligen Berg,  
bist du ihm ganz nah.

Wenn in der Klosterkirche
die Orgel spielt und
Mein Ave Maria,
Pater Noster und
Credo erklingen,
hör ich die Englein singen und mein,
ich bin im Himmel.

Wenn ich danach im Klosterbräu
bayerisches Bier und Speisen genieße,
weiß ich, ich bin im Himmel.

Siegfried Zabransky
geschrieben am 9.8.2017
in Erwartung des Festes am 29.9.2017


   9-02

Ich hatte sie alle eingeladen  

 Ich hatte sie alle eingeladen.
Alle stimmten spontan mir zu.
Das war vor 2 Jahren.
Jetzt, da es an der Zeit,
was geplant auch fest zu machen,
schleichen viele sich davon.
Das lässt sich alles gut begründen.
Reisen, unaufschiebbar,
es ist die 10. zwar in diesem Jahr,
Familienfeste, wichtige Kongresse
und was sonst noch gelegener
als dieses Greisenfeste.
Und so freu ich mich auf Euch,
ihr lieben Gäste.
Jetzt wird´s ein Fest mit Freunden.
Nichts hat Euch aufgehalten,
keine langen Reisewege –
die letzte Fernreise ging ja auch
über viele 1000 km, keine Mühen, keine Kosten.

Ich danke Euch dafür und
lad euch ein zum nächsten Feste,
in zehn Jahr´n
 
     10. zum Geburtstag

   10-01

Alles Gute zum Geburtstag (2008) 

Ich wünsche Dir
e
inen schönen Tag!
Ich wünsche Dir viel Glück
z
um Geburtstag.

Es soll Dir gut ergehen
d
ie nächsten Jahre.
Lachen, nicht weinen,
froh sollst Du sein.

Sollst lieben und hoffen,
sollst glücklich sein.